13 – Gleichschaltung der Presse

Schriftleitergesetz vom 4. Oktober 1933

Am 4. Oktober 1933 wurde im Deutschen Reich das Schriftleitergesetz verabschiedet. Aus freien Journalisten wurden verbeamtete Propagandabeauftragte. Bei der Verkündigung des Schriftleitergesetzes ließ Goebbels bei seiner Rede vor deutschen Pressevertretern am 4. Oktober 1933 in Berlin keinen Zweifel, dass die Meinungsfreiheit der deutschen Presse beendet sei.

Quelle: Propaganda – Medien und Öffentlichkeit in der NS–Diktatur, Bernd Sösemann (Hg.) unter Mitarbeit von Marius Lange, Gerlingen 2010, S. 1064

Reichskulturkammer – Worterklärung aus NS-Sicht

Reichskulturkammer – einheitliche Organisation aller Kulturschaffenden im Deutschen Reich – Gesetz vom 22. September 1933.
Ziel der Einrichtung: Gleichschaltung und Kontrolle aller Bereiche des Kulturlebens mit dem Sonderauftrag ”Entjudung des deutschen Kulturlebens”. Die Reichskulturkammer steht unter Aufsicht des Ministers für Volksaufklärung und Propaganda, der gleichzeitig Präsident der Kammer ist.
In sechs Einzelkammern gliedert sich die Reichskulturkammer:
Reichspressekammer
Reichstheaterkammer
Reichsfilmkammer
Reichsmusikkammer
Reichskammer der bildenden Künste
Reichsschrifttumskammer
Die Reichsrundfunkkammer wurde am 28. Oktober 1939 aufgelöst.

Quelle: Der Neue Brockhaus, Allbuch, Bd. 4, 2.Auflage, Leipzig 1941, S. 686 f.