16 – Arisierung

Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums

Mit dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums wurden politisch missliebige und “nicht arische” Beamte teils in den Ruhestand versetzt oder ohne Bezüge entlassen.

Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums

Quelle: http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/berufsbeamten33/

Judenfeindliche Maßnahmen und Gesetze

In den Folgejahren grenzten judenfeindliche Maßnahmen und Gesetze die Freiräume der Juden immer mehr ein, z. B.:

  • Sommer 1935 – Die Schilder “Juden unerwünscht” an Ortseingängen, vor Geschäften und Restaurants nehmen zu
  • 15.9.1935 – Gesetz “zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre”
  • 15.11.1938 – “Juden ist der Besuch deutscher Schulen nicht gestattet”
  • 24.11.1938 – “Juden sind verpflichtet, die zusätzlichen Vornamen ‘Israel’ oder ‘Sarah’ vom 1.11.1939 an zu tragen”
  • 9.11.1938 – Pogromnacht (s. Station 18)
  • Dezember 1938 – Juden ist der Besuch von Bibliotheken, Museen, Sportplätzen, Freibädern und anderen öffentlichen Einrichtungen verboten.
  • 30.4.1939 – Der Mieterschutz für Juden wird aufgehoben. Vorbereitung zur Zusammenlegung jüdischer Familien in Judenhäusern.

Quelle: Joseph Walk (Hg.), Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat. Eine Sammlung der gesetzlichen Maßnahmen und Richtlinien – Inhalt und Bedeutung, Heidelberg, Karlsruhe 1981.

Unterschiedlich wird die Zahl der sogenannten Judenhäuser – 13 bis 15 – für Münster angegeben:
Jüdefelderstraße 14, Breul 15, Ritterstraße 42, Salzstraße 3-4,Stubengasse 4, Wolbeckerstraße 134, Meppenerstraße 27, Frie-Vendt-Straße 18, Victoriastraße 4, Hermannstraße 44, Prinz Eugen Straße 39, Brunnenstraße 15, Marks-Haindorf-Stiftung – Am Kanonengraben 4

Quelle: Gespräch mit Frau Gisela Möllenhoff, 4. März 2014.