18 – Pogromnacht in Münster

Augenzeugenbericht des damaligen Rabbiners Dr. Fritz Steinthal

Aus dem Augenzeugenbericht des damaligen Münsteraner Rabbiners Dr. Fritz Steinthal – undatiert, wahrscheinlich nach 1948.

Quelle: Andreas Determann in Zusammenarbeit mit Silke Helling, Gisela Möllenhoff, Rita Schlautmann-Overmeyer, Geschichte der Juden in Münster, Dokumentation einer Ausstellung in der Volkshochschule Münster, Münster 1988, S. 128ff

Anklage wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in vielen Orten und Städten Ost- und Westdeutschlands Gerichtsverfahren gegen Beteiligte der Novemberpogrome 1938.
In Münster wurden der Kraftfahrer A. und der Angestellte Ta am 25.9.1948 angeklagt. Der Kraftfahrer A. wurde wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit in Tateinheit mit schwerem Hausfriedensbruch zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und 6 Monaten vom Schwurgericht des Landgerichts in Münster verurteilt.
Am 24. Mai 1949 wurde vom Strafsenat des Obersten Gerichtshofs für die Britische Zone in Köln die Revision verworfen.

Quelle: Landesarchiv NRW Münster

SA-Mitglieder in der Ruine der Synagoge

SA-Mitglieder in der Ruine der Synagoge nach der nach der Pogromnacht in Münster 1938.

Quelle: Stadtarchiv Münster